Speichern unter…Teil II
 
Im Alten Pfandhaus Köln    14.Februar 2008 - 2. März 2008  
 
 
Kölner Künstlerinnengruppe SOS
(Iris Stephan, Isabel Oestreich, Sandra Silbernagel
 
Musikerinnen
(Maria Jonas, Anna Lindblom, Angela Koppenwallner)
 
Vernissage:                     
Donnerstag,  14.Februar 2008, 19.00Uhr
mit musikalischem Eröffnungsprogramm der Musikerinnen
            
Konzerte:    
                
17. Februar 2008,     17.00 Uhr    Maria Jonas
24. Februar 2008,      17.00 Uhr      Anna Lindblom
02. März 2008,      17.00 Uhr    Angela Koppenwallner    
 
Dauer:                     
3 Wochen
 
Finissage:                    
Sonntag, 02. März 2008,  19.00Uhr
    
Öffnungszeiten:                 
Sonntag, 17.02.2008, Sonntag, 24.2.2008, Sonntag 02.03. 2008
                        
Ausstellung von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr, 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr
und nach Vereinbarung, Tel.0221/9235955 (Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro,)
                        
Konzertpaket: 3 Konzerte 20 Euro, Kunstausstellung freier Eintritt
    
                    
Ort:                        
Altes Pfandhaus
Karthäuserwall 20
50678 Köln
            
 
 
Ticket-Hotline: 0221- 2783685
 
 
 
 
Die  Künstlerinnengruppe  SOS und  Gäste „Speichern unter… Teil II“
 
Unterstützt durch das Kulturamt der Stadt Köln und die SK-Stiftung Kultur initiiert die Künstlerinnengruppe SOS in diesem Jahr "Speichern unter... Teil II". Ein ungewöhnliches Ausstellungsprojekt, hier mit dem Schwerpunkt:
Bildende Kunst trifft Alte Musik.
 
"Speichern unter ... Teil II" -die Malerin Iris Stephan schreibt der Leinwand Farben und Linien, Vergangenheitsräume ein, wie die Musikerin Angela Koppenwallner auf den Cembalotasten alte Klangräume nachzeichnet... Hildegard von Bingen, interpretiert durch Maria Jonas, trifft auf die Lavendelinstallation von Isabel Oestreich. Der frische Geruch mittelalterlicher Choräle begegnet dem Aroma frisch geernteter Kräuter. Die Mischung machts. Schließlich trifft die schwedische Stimme Anna Lindblom auf den ungeformten, oft zufällig gebrochenen Stein, dem Sandra Silbernagel neugierig selbstbewusste Formen eingraviert. Hier wie da, Prägung durch Vergangenheit, Landschaft, Kindheit, Begegnungen, gespeichert im Hier und Jetzt... auf der Festplatte Musik, auf der Festplatte Kunst...
 
 
Die Künstlerinnengruppe SOS:  
 
Iris Stephan (Malerei - Installation) arbeitet mit  Dachbodenfunden, alten Tapeten, vergessenen Dokumenten... Ihre großformatige Malerei führt zurück in  längst vergangene Zeiten. "Musikzimmer" nennt sie eine Arbeit aus der Reihe "Erinnerungsräume". Hier werden alte vergilbte Notenblätter und Tapeten zum Wirklichkeitszitat, mit der Intension einen intimen Moment  zu bannen. Die Installation mit zwei alten Kindertelefonen nennt Stephan „Die Zellen“, in Erinnerung an die vom Aussterben bedrohten Telfonzellen unserer Zeit. Auch hier arbeitet sie mit alten Tapeten, die hängend ohne Wand zu Wänden werden.
 
 
Isabel Oestreich (Installation - Fotografie) zeigt das unsichtbare, andere Gesicht der Dinge. Durch die Sichtbar-machung des Andersartigen im Alltäglichen, eröffnen uns ihre Arbeiten die Möglichkeit, uns selber neu und fremd zu begegnen. Mit der Videoinstallation "R(h)einlade" wird ihr eigener, gern genutzter Küchentisch vorübergehend als Kunstwerk in die Ausstellung integriert. Eine „Hommage an Hildegard von Bingen und Jaqueline Boyer“ lüftet und verhüllt manches Rätsel. Oestreich bewegt „Vorgefundenes“, interpretiert es neu und begreift den künstlerischen Prozess immer wieder als  Aufforderung, sich neuen Sehweisen zu öffnen.
 
 
Sandra Silbernagel (Bildhauerei - Installation) entlockt dem oft zufällig gebrochenen Stein Formen, die sich selbstbewusst mit den stehengelassenen Naturstrukturen messen wollen. Die überwiegend geometrischen Hervorhebungen erscheinen z.T. neugierig, z.T. schüchtern aus dem schroffen Ausgangsmaterial. Jeder Stein für sich bietet so über den Materialreiz hinaus Raum für weitere Assoziationen. "Aufgehoben" nennt sie ihre  Arbeiten in Bronze. Papier, gefunden, zum Fliegen gefaltet und in Bronze gegossen. So bewahrt sie die Leichte der ursprünglichen Form.  Auf dünnen Stäben schwebend klingen sie, wenn man sie berührt.
 
 
 
Konzertreihe in der Ausstellung
 
 
Angela Koppenwallner (Cembalo und Clavichord) geb. Salzburg, studierte Cembalo in Wien, Utrecht und Oslo. Später Hammerklavier und Clavichord. Solistische und kammermusikalische Konzerttätigkeit in ganz Europa. Dozentin an der Universität „Mozarteum“ in Salzburg für Cembalo und Clavichord seit 1998. Ihr Repertoire umfasst Werke von der Renaissance bis zur Moderne, wobei ihr die Entdeckung und Gegenüberstellung selten gehörter Musik aus dem Umfeld der berühmten Komponisten ein besonderes Anliegen ist.
 
Maria Jonas (Gesang) "Eine Zeitreise von Frankreich nach Köln 1200 – 1500, Musik der Troubadore, Hildegard von Bingen, aus dem Liederbuch der Anna von Köln“ . Gründerin und Leiterin der Ensembles Ars Choralis Coeln, Ala Aurea, convoce.coeln und condanza. Solistin u.a. mit dem Europäischen Barockorchester (Goodman), English Baroque Soloists (Gardiner), dem Regiesseur Robert Wilson und Gastspielverträge als Opernsängerin weltweit: u.a. Lincoln Center, Carnegie Hall (NYC), Teatro Real de Madrid, Teatro Camoes (Lissabon).
 
Anna Lindblom
 
Anna Lindblom (Gesang und Klangerzeugung) Gebürtige Schwedin, seit 1980 als Sängerin, Instrumentalistin und Performerin tätig. Mit Liedern und Improvisationen aus den nordischen Wäldern trägt die schwedische Sängerin Anna Lindblom mittelalterliche Melodien, mystische Balladen sowie skandinavische Volks- und Hirtenlieder vor. Der Gesang wird begleitet und unterlegt mit den meist sparsamen Klängen von ihr selbst erfundenen Klangerzeugern. Skandinavische Gesänge begleitet auf nicht traditionelle Art.